Medienbegleitkarte

Nach intensiven Analysen von Anwendungsfällen und umfangreichen Entwicklungsarbeiten ist die Medienbegleitkarte als XML-Schema in der Version 2.0 verfügbar. Es ist ein Teilschema des inzwischen weiterentwickelten Broadcast Metadata Exchange Format BMF 2.0.

Diese Version steht für den Einsatz in Anwendungen zur Verfügung.

Die hier zur Verfügung gestellte Medienbegleitkarte ist bei ARD und ZDF als Ablösung der bisherigen in Papierform verwendeten MAZ-Karte vorgesehen und wird bereits teilweise eingesetzt.

Sie wird in einer Reihe von Anwendungsfällen systemübergreifend zum Einsatz kommen um den Austausch zu vereinheitlichen und damit auch den Integrationsaufwand zu verringern. Insbesondere ist sie für die Zulieferung von externen Produktionen zu verwenden.

Hinweis

In den Technische Richtlinien zur Herstellung von Fernsehproduktionen TPRF-HDTV (Stand April 2015) ist die Medienbegleitkarte definiert und deren Einführung und Einsatz für die Anlieferung von internen und externen Programmbeiträgen beschrieben. Mit dieser Be-reitstellung des verbindlichen XML-Schemas für den Austausch der Medienbegleitkarte, ist die sofortige Anwendung anzustreben.

Anwendungsfälle für die Medienbegleitkarte

Die einheitliche Medienbegleitkarte wurde für die Anlieferung von externen als auch internen Programmbeiträgen entwickelt. Sie kann auch als elektronische Form der bisher gekannten MAZ-Karte verstanden werden und soll diese mittelfristig ersetzen. Zudem wurde vereinbart, dass sie auch getrennt vom MXF-File gehandhabt werden muss. Dadurch kann sie vorteilhafterweise ohne dem großvolumigen Essenz-File innerhalb eines Büro-Netzwerks genutzt werden, z.B. für Redakteure.
Zur Abgrenzung wurden relevante Anwendungsfälle für die Medienbegleitkarte festgelegt. Im Rahmen dieser Anwendungsfälle soll die Medienbegleitkarte sowohl für Sendungen als auch für Beiträge und einzelne Dreh-/Rohmaterialien (neu in Version 2.0) sowie eine Sammlung von Drehmaterial auf einem Datenträger genutzt werden können. Folgende Anwendungsfälle sind festgelegt:

  • Externe Anlieferung
  • Technische Abnahme
  • Medienbasierte Weitergabe
  • Ingest
  • Zulieferung aus Co-Produktionen

Anwendung

Grundsätzlich muss die Medienbegleitkarte in unterschiedlichen Visualisierungsformen genutzt werden können, z.B. in Form einer Papiervorlage oder als PDF, sowie elektronisch in einer grafischen Oberfläche eingebunden. Neben den gemeinsamen Informationen werden die einzelnen Rundfunkanstalten außerdem unterschiedliche Metadaten für ihre Bedürfnisse, z.B. interne IDs, benötigen. Diese Anforderungen erfüllt ein einheitliches und dennoch flexibles Datenmodell, welches der Medienbegleitkarte zugrunde liegt. Daraus können je nach Bedarf die benötigten Darstellungsformen generiert werden, z.B. Hardcopy oder Eingabemaske (GUI).

Um die geforderte einheitliche Ablieferung der Metadaten der Medienbegleitkarte zu un-terstützen, wird eine Eingabemaske zu Verfügung gestellt. Diese ist als direkte Hilfestellung vor allem für kleine Produzenten vorgesehen, die keine automatisierte Ausgabe der Begleitkarte aus ihrem CMS besitzen.

Download

Wir stellen die Medienbegleitkarte als umfassendes W3C-XML Schema (XSD) mit Dokumentation, Beispiel-Instanzen und ergänzenden Beschreibungen zur Verfügung. Sie haben die Möglichkeit, die BMF-Dateien von unserer Downloadseite herunterzuladen. Vor dem Download des Archivs werden Sie aufgefordert, einer Nutzungsvereinbarung zuzustimmen.

Für weitergehende Fragen, insbesondere zur Anwendung können Sie das BMF-Team unter bmf@irt.de gerne kontaktieren.

Feedback

Auch nach der Veröffentlichung ist ihr Feedback für das IRT von großem Interesse. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie uns Informationen über den Einsatz und den Anwendungsfall mitteilen. Weiterhin sind auch Kommentare und Anregungen für die weitere Be-treuung sehr hilfreich.